Ausleitung über den Darm

Der Darm gliedert sich in den ca. 5-7 Meter langen Dünndarm und den ca. 1,5 Meter langen Dickdarm. Beide zusammen stellen mit ca. 300 m² das mit Abstand größte Kontaktorgan des Menschen zur Aussenwelt dar. Hier entscheidet sich, welche Bestandteile des Nahrungsbreis ausgewertet bzw. als unverdauliche Stoffe wieder ausgeschieden werden.

Vorraussetzung für ein ordnungsgemäßes Funktionieren sind neben den anatomischen Strukturen vor allem die vorherrschenden Milieuverhältnisse, die von Enzymen, Mikroflora und Zustand der Darminnenschicht geprägt werden.

Besonders die Mikroflora ist hier von herausragender Bedeutung. Eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora kann Gärungs-und Fäulnisprozesse in Gang setzen, aber durch die Abbauprodukte schädlicher Darmbakterien auch direkt Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen.

Ein gesunder Darm hat eine Schleiminnenschicht, die verhindert, dass Darmbakterien dorhin gelangen, wo sie nicht hingehören, nämlich ins Blut. Ist diese Schleimschicht bereits geschädigt, kann es vielfältige unklare Beschwerden geben, eben durch das Fehlen dieser Schutzschicht.  

Bevor man über den Zustand der eigenen Darmflora Spekulationen anstellt, empfiehlt es sich, diesen einfach mal durch einen einfachen Stuhltest bestimmen zu lassen. Nach dem Kauf bekommt man das Probenmaterial einschließlich einer ausführlichen Anleitung zur Entnahme zugesendet. Das schickt man dann bequem per Post ein und bekommt dann die Auswertung wiederum auf dem Postwege mitgeteilt.  Hat der test eine Störung der Darmflora, insbesondere der Schleimschicht ergeben, sollte man diese erst einmal wieder aufbauen.


Natürliche Mittel zum Aufbau einer gesunden Schutzschicht im Darm kannten schon unsere Vorfahren: Das gute, rohe Sauerkraut ebenso wie andere fermentierte Lebensmittel. Wem das zu mühselig ist, kann auch den nebenstehenden Saft zum Aufbau der Schutzschicht zu sich nehmen.

Dosierempfehlung: 1. Woche morgens 30 min vor dem Essen mit 200 ml Wasser einnehmen, ab der 2. Woche dann auch abends ebenfalls 30 min vor dem Essen und in 200 ml Wasser.

Die lebenden Bakterienkulturen können eine deutliche Milieuveränderung im Darm bewirken.


Alternativ kann man auch ein Kombinationspräperat aus Probiotikum und dem Präbiotikum Inulin zu sich nehmen. Dieses trägt bei Frauen auch zur Normalisierung des Scheidenmilieus bei. Probiotika nennt man die Bakterienstämme, die man zum Aufbau einer gesunden Darmflora benötigt. Präbiotika tragen zum Erhalt des gesunden Milieus bei. Hier sei vor allem Inulin genannt, das vor allem aus Topinambur gewonnen wird.

Dosierempfehlung: 1-2 Kapseln pro Tag zusammen mit einem Glas Wasser einnehmen.



Mit Hilfe der Kolon-Hydro-Therapie können Wirkeffekte erzielt werden, die über die eines reinen Einlaufs weit hinausgehen. Vordergründig ist die Beseitigung von mechanischen Kotablagerungen das Ziel, gleichzeitig werden aber auch günstige Effekte auf die Darmflora beobachtet. Dadurch erfolgt eine Allergen-und Toxinreduktion.

 

Haupteffekte der Kolon-Hydro-Therapie sind:

  • Entfernung alter Kotreste
  • Teilentfernung unerwünschter Darmkeime (einschließlich pathogener Hefen)
  • Durchblutungsförderung der Darmschleimhaut
  • Anregung der Verdauungsbewegungen des Darms
  • Milieukorrektur der Darmbakterien

 

Da die Kolon-Hydro-Therapie mit aufwendiger Apperatur verbunden ist empfehle ich die Heilpraktikerin:

Senta Heide in der Karlstr. 19 in Freigericht-Somborn, Tel. 06055/2707.


Als weiterführende Literatur ist besonders das Buch Darm mit Charme zu empfehlen. Monatelange war es auf Platz 1 der Bestsellerlisten in der Kategorie Sachbuch zu finden. In sehr unterhaltsmer Weise bringt uns die junge, sehr talentierte Autorin die Funktionsweise unserer Verdauung nahe. Zudem ist es auch noch witzig geschrieben. Ihr Verdienst ist es, einem breiten Publikum die Problematik klar zu machen, so dass Patienten aufgeklärt nach den wirklich aussagekräftigen Untersuchungen nachfragen.